Pforte
Transformation eines leerstehenden, ehemaligen Pförtnerhauses zu einem Raum für Kunst und Kultur im kollektiven Selbst(um)bau
Steckbrief
Zeitraum: 09/24 – 05/25
Ort: Kulturinsel im Ernst-Thälmann-Park, Berlin-Pankow
Kooperation: Gesellschaft für StadtEntwicklung gGmbH, Bezirksamt Pankow Fachbereich Kunst und Kultur
Aufgaben: Workshops, Planung, Bauleitung, Koordination, Realisierung, Design, Prozessdesign
Besonderheit: Selbst(um)bau, Planungsprozess, Denkmalschutz
Das Pförtnerhaus der ehemaligen Städtischen Gasanstalt markierte einst den Übergang zwischen Stadt und Industrie – als Zugang, Kontrollpunkt und Treffpunkt der Beschäftigten. Als Gesicht zum Stadtraum war es ein zentraler Ort industrieller Arbeit, städtischer Entwicklung und Alltagsleben. Über die Jahrzehnte hinweg erlebte das Pförtnerhäuschen verschiedene Um- und Anbauten und wurde zeitweise als Tickethäuschen genutzt, bevor es schließlich leer stand.


In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Stadtentwicklung gGmbH (GSE) und dem Fachbereich Kunst und Kultur des Bezirksamts Pankow wurde der denkmalgeschützte Klinkerbau sorgsam instand gesetzt und für künstlerische und kulturelle Zwischennutzungen reaktiviert. Die historische Bausubstanz wurde erweitert, Spuren der früheren Nutzung bewusst sichtbar belassen und gestalterisch eingebunden. Durch ergänzende Infrastrukturen wurde ein Angebot an neuen Nutzungsmöglichkeiten geschaffen.

Grundlage für die Sanierung bildete ein partizipativer Planungsprozess mit den vielen Nutzer*innen vor Ort. Gemeinsam mit der Unteren Denkmalschutzbehörde wurden die Rahmenbedingungen für die denkmalgerechte Sanierung im Selbstbau abgesteckt. Am 07. Mai 2025 wurde die Pforte mit einer ersten Ausstellung der Prater Galerie eröffnet und ist fortan ein Möglichkeiten-Raum für die verschiedenen Akteur*innen der Pankower Kulturinsel im Ernst-Thälmann-Park – Kiosk, Treffpunkt, Galerie, Veranstaltungsort und Wegweiser.



Der Umbau erfolgte an den notwendigen Stellen durch Fachfirmen und sonst mit den Nutzer*innen vor Ort: Mit gebrauchten Materialien, Eigeninitiative und kreativen, minimal-invasiven Lösungen. Im Kontext budgetärer Kürzungen im Berliner Kulturbereich, formuliert das Projekt ein nachhaltiges Modell für die Schaffung gemeinschaftlicher Räume für Kunst und Kultur mit minimalem Budget, großer Motivation und kollaborativer Teilhabe.







